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Webdesign-Trends 2012

Was erwartet den surfenden Webseitenliebhaber im kommenden Jahr beim Blick auf das hochauflösende Monitor-, TV- oder Smartphonedisplay? Wir fassen die Webdesign-Trends 2012 zusammen. Dabei gibt es viele „Trends“, die eigentlich schon zum Netzstandard gehören – allerdings zeigt die Erfahrung, dass einige Branchen erst relativ spät Einflüsse im Web aufgreifen und umsetzen. Von daher sind auch noch vermeintlich „alte Trends“ aus 2010/2011 aufgeführt, die aber immer noch interessant sind und weiterentwickelt werden.

Ausblick

Stichwort „Weiterentwicklung“: Viele Webseiten der deutschen Versicherungsbranche haben 2011 ebenfalls große Fortschritte im Bereich Social Media Nutzung, Design und Usability gemacht. Auch wurden schon funktionelle Trends wie z.B. das Megadropdown oder der erweiterte Footer (http://www.allianz.de) umgesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob die Branche auch in punkto Webdesign 2012 auf der Höhe bleibt – unsere 11 Trends liefern dafür sicherlich einige Anregungen.

Inwiefern sich die neuen Möglichkeiten von CSS3 und HTML5 durchsetzen werden, bleibt abzuwarten, da viele Webdesigner noch auf die Unterstützung älterer Browservarianten Rücksicht nehmen müssen und daher runde Ecken, Schattenwürfe, 3D-Buttons und Glanzeffekte wie bisher über Grafiken eingebunden werden.

Fakt ist aber, dass die neuen Programmier-Techniken weitere Möglichkeiten für innovative Trends im Webdesign bereit halten – wir sind gespannt und wünschen viel Spaß beim Lesen ...


 

01 Weg mit der Unordnung – weniger ist mehr

Im Jahr 2010 dominierten dunkle Farben, schwere Textblöcke und möglichst viele Bilder die Webseiten. Der Trend aus 2011 hin zu minimalistischen Darstellungen mit viel Frei- und Ruheraum für die Augen wird sich auch 2012 fortsetzen. Minimalistisch bedeutet nicht mittelmäßig, sondern das Gegenteil – die durchdachte schematische Platzierung relevanter Informationen und das Ausblenden von überflüssigen Inhalten.

02 Nicht so schüchtern – große Schriften für mehr Aufmerksamkeit

Bisher wurden sich häufig nicht viele Gedanken um die Schriftbilder auf Webseiten gemacht. Ihr wesentlicher Zweck war die Darstellung von Informationen – nicht mehr und nicht weniger.

Seit 2011 hat sich das Ganze jedoch geändert. Fette Überschriften und Schriftgrößen jenseits der 40pt haben einzig und allein die Absicht die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich zu ziehen – sofern es in das restliche Design der Seite passt, sind keine Grenzen gesetzt. Dabei können die großformatigen Buchstabenansammlungen eine ebenso große Anziehungswirkung auf den Betrachter haben, wie ein geschickt platziertes Bildmotiv.

Inspiriert von den traditionellen Print-Medien greifen Webdesigner auch 2012 zu größeren Schriftabmessungen. Zudem stehen größere Schriftbilder für Vertrauen, während das sprichwörtliche „Kleingedruckte“ häufig Misstrauen beim Betrachter hervorruft.

03 Weniger Platz für die Informationsdarstellung

Mit der immer größeren Verbreitung von mobilen Endgeräten, wie z.B. dem iPhone und dem Android, ist es notwendig geworden entsprechende Online-Anwendungen von Beginn an auf die Eigenschaften der häufig kleineren Displays auszurichten.

Designer können keine riesigen Auflösungen mehr als Spielweise nutzen – der Trend geht wieder hin zum „960 Grid System“, welches eine Breite von 960px als maximale Anzeigefläche vorgibt.

Doch wie kann man am besten Platz bei Webseiten einsparen? Eine Möglichkeit ist das Reduzieren der Abstände zwischen Wörtern und Buchstaben – aber Vorsicht: Damit der Text gut lesbar bleibt, müssen sowohl Kontrast, als auch Schriftgröße entsprechend gewählt werden.

04 Die Rückkehr der Struktur-Hintergründe

In den letzten Jahren wurden hauptsächlich einfarbige Hintergründe ohne Details und Strukturen auf Webseiten eingesetzt, welche im Zusammenhang mit glänzenden Buttons und verspielten Verläufen das Design des Web 2.0 prägten.

Gegenwärtig sieht es so aus, dass die Rückkehr der mit Strukturen versehenen Hintergründe in vollem Gange ist. Dabei wurde der Grunge-Look aus den 90ern neu interpretiert und mit modernen Elementen wie großen Überschriften und klaren Menüstrukturen vermischt.

Das visuelle Erlebnis des Betrachters steigt mit einer ästhetischen Hintergrundumsetzung, welcher auch einer einfach gestalteten Seite Tiefe verleiht. Die angesagtesten Hintergründe sind zurzeit Grunge- und Holztexturen, wobei eigentlich alles eingesetzt wird, was aus kreativer Experimentierfreude heraus entstanden ist.

 

05 Auf den Pixel genau gestaltete Webicons und -grafiken sind der neue Standard

Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt, sind die Display-Auflösungen in der letzten Zeit rasant in die Höhe geschossen. Designer stehen vor der Herausforderung optisch perfekte Icons, Symbole und Menüstrukturen sowohl für mobile Endgeräte, als auch für hochauflösende Monitore und Displays zu gestalten.

Der Trend geht hin zur pixelgenauen Erstellung von Grafiken, die bei allen Auflösungen perfekt aussehen. Dies funktioniert nur mit viel Sorgfalt und den entsprechenden Bildbearbeitungswerkzeugen.

06 Große Icons statt Understatement

Vor einigen Jahren war das Verwenden von möglichst kleinen Elementen noch Gang und Gäbe – heute ersetzen immer mehr Webseiten ihre 24 x 24px Icons durch wesentlich größere Varianten. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die eigentliche Icongröße, sondern auch auf den sichtbaren Detailgrad der Grafiken.


07 Großformatige Hintergrundfotos

In Zeiten von schnellen Internetverbindungen werden immer häufiger großformatige Fotos als Hintergründe auf Webseiten eingesetzt. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Bilder im RGB-Farbmodus vorliegen und eine Dateigröße von ca. einem MB nicht überschreiten.

Dieser Trend wurde – wie viele andere Neuerungen im Webdesign auch – durch die Printmedien inspiriert und sorgt für eine bleibende Erinnerung an die aufgerufene Webseite.

08 Leicht, hell, minimal

Zusammen mit dem Trend „Weniger ist mehr“ gibt es auch eine deutliche Tendenz hin zu helleren, leichteren Internetauftritten. Dabei werden häufig Pastelltöne und helle Farbabstufungen eingesetzt. Helle Farbtöne können besser durch den Betrachter verarbeitet werden, während dunkle Farbgebungen zum Teil unaufgeräumt wirken und eher zum Verlassen der Seite führen können.

09 Warum nicht auch mal horizontal?

Die typische vertikale Navigation eignet sich am besten um Informationen in einer logischen und organisierten Form abzubilden, aber was ist mit der horizontalen Variante? Auch mit dieser Art der Navigation lassen sich Inhalte in einer logischen Abfolge darstellen.

Diverse Webseiten setzen inzwischen auf den Trend horizontale Navigation, welcher von den Entwicklern der Seite The Horizontal Way (http://www.thehorizontalway.com href="http://www.thehorizontalway.com/" target=_blank>http://www.thehorizontalway.com) initiiert wurde. Ob sich die ungewohnte Art des Scrollens komplett durchsetzen kann bleibt 2012 abzuwarten.

10 Nicht genug Platz auf der Seite? Dann versuchen Sie es doch mal mit Slidern.

Slider eignen sich hervorragend für die Darstellung von vielen Informationen auf engstem Raum – gleichzeitig können sie aber auch als Designelement die Seite aufwerten. Slider sind kein neuer Trend, werden aber wohl noch einige Zeit eingesetzt werden.

 

11 Vektorgrafiken machen vieles einfacher

Fotografie wird immer ihren Platz im Webdesign haben, aber 2011 wurden auch vermehrt großformatige Vektorillustrationen eingesetzt, die schwer zu erklärende oder surreale Sachverhalte häufig einfacher darstellen können.


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