Marketing-Trends 2011
- Geschrieben von Super User
- Kategorie: Marketingtrends
2011 wird ein spannendes Jahr. Da bin ich mir ganz sicher, denn die wirtschaftlichen Aussichten hängen irgendwo zwischen Euphorie und purer Angst. Angst vor dem Euro-Absturz, der globalen Rezession oder einer Inflation, die Verbraucher immer ärmer macht.
Doch die Trends, die sich für Marketing und Werbung abzeichnen, sind völlig konjunkturunabhängig. Sie werden ausgelöst vom Internet, dem Siegeszug der Smartphones und dem deutlich geänderten Kundenverhalten. Kunden und auch potenzielle Kunden sind nicht auf der anderen Seite der Ladentheke oder des Beratungstisches. Sie stehen auf der gleichen Seite. Sie sind Teil Ihres Netzwerks, ja sogar aktive Knoten, die Ihren Neugeschäftserfolg ausmachen.
Im Einzelnen:
- Teilbare Inhalte. Das klingt erst mal unspektakulär, aber ist doch eine Mammutaufgabe. Der Buchbranche steht sie gerade bevor: Alles wird digitalisiert, alles wird im Netz verfügbar. Aber wie steht es mit Ihren Unternehmensinformationen? Die schlummern möglicherweise noch undigitalisiert auf Papier, in internen Datenbanken oder auf Websites, auf denen sie niemand findet.
- Mehr Interaktion. „Wann geht dieses Social-Media eigentlich wieder weg?“, fragte neulich ein Konferenzteilnehmer. Tja, das würde sich so manches Unternehmen wünschen. Aber die Möglichkeiten, die Konsumenten in sozialen Netzwerken, Foren oder Bewertungsplattformen haben, um sich über Produkte und Unternehmen auszutauschen, geben die Konsumenten nicht mehr auf.
- Smartphone-Werbung. Das Smartphone wird das wichtigste Gerät für die Werbung. Den Unterschied zwischen einem Desktop-Computer oder einem Smartphone wird es schon bald nicht mehr geben. Denn alle Computer werden mobil. Werbung auf dem Smartphone wird eine neue Dimension aufweisen: den Ortsbezug. Denn der Standort jedes Geräts kann ermittelt werden und Sie erreichen Nutzer, die sich in direkter Nähe Ihres Geschäfts befinden. Auch kleine und mittlere Unternehmen können in diesen Werbetrend leicht einsteigen. Google AdWords liefert die Basis dazu.
- Spielifizierung. Der Trend ist längst schon da, aber er wird noch stärker werden. Dabei gibt es 2 Grundarten von Spielen: Den einen sieht man zu – Red Bull macht dies meisterhaft vor und fesselt Formel-1-Fans vor dem TV-Gerät oder schickt die besten MTB-Fahrer auf waghalsige Innenstadt-Parcours. Bei anderen spielt man aktiv mit, so zum Beispiel in der oberschwäbischen Kleinstadt Ravensburg. Dort veranstaltet die Wirtschaftsförderung „Ravensburg spielt“: In fast der gesamten Altstadt kann man einen Tag lang Spiele aller Art ausprobieren und Passanten als neue Mitspieler finden.
- Info-Snacks und Info-Grafik. Wer es schafft, in 160 Zeichen prägnante, witzige und relevante Informationen weiterzugeben, ist ein guter Twitterer. Der Kurznachrichtendienst ist der beste Beweis dafür, dass es im Informationszeitalter vor allem auf die Fähigkeit ankommt, kurze Info-Snacks zu schreiben.
- Was macht der Kunde morgen? Google, Apple, Facebook: Das sind die 3 Unternehmen, die über Unmengen von Kundendaten verfügen. Sie wissen, wofür sich Menschen interessieren, was sie kaufen, wo sie sich aufhalten, welche Freunde sie haben und vieles mehr. Dieses Wissen nutzen sie, um ihr Verhalten genau zu analysieren. Dabei geht es vor allen Dingen um die Frage: Was will der Kunde morgen? Was können sie ihm verkaufen? Die Analysen dieser Unternehmen sind wirkungsvoller als alles, was man bisher über Kundenwünsche wusste.
- Jedem sein eigener Slogan. Das Zeitalter der Massenkommunikation ist endgültig vorbei. Weil es in der Vergangenheit den Unternehmen darum ging, große Mengen an große Zielgruppen zu verkaufen, mussten sie auch immer die Botschaft finden, die bei möglichst vielen ankommt. Das funktioniert heute nicht mehr. Amerikanische Unternehmen haben damit experimentiert, ganz verschiedene Werbebotschaften einzusetzen. Basis dafür waren Persönlichkeitsprofile. Facebook und Google verfügen über die dazu nötigen Informationen.
- Kampf um Mitarbeiter. Der Wettbewerb der Zukunft dreht sich nicht um neue Kunden, sondern um neue Mitarbeiter. Diese Prognose gaben wir Ihnen bereits vor einigen Monaten. Denn die Ära der geburtenstarken Jahrgänge ist vorbei. Und die möglichen neuen Mitarbeiter recherchieren heute ausgiebig im Internet, bevor sie eine Bewerbung absenden. Das verschärft den Wettbewerb um die besten Kräfte enorm.




