SEO-Trends 2011
- Geschrieben von Super User
- Kategorie: SEO-Trends
Die Angebote für Anwender im Web nehmen rasant zu. Doch nach wie vor sind die Suchmaschinen von Google, Yahoo, Microsoft und Co. für viele Web-Nutzer erster Anlaufpunkt, wenn sie sich informieren möchte. Vor allem die Bedeutung der regionalen und mobilen Anfragen dürfte in den kommenden Jahren enorm steigen. Damit wachsen aber auch die Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO).
Dies sind die wichtigsten SEO-Trends für das Jahr 2011:
Search Transaction Optimisation
Google hat seine Angebotspalette in den letzten Monaten deutlich ausgeweitet. Heute bietet der Suchgigant mit den Diensten wie Google Instant, Google Places, Google Products und nun auch Instant Preview immer mehr Services an, die nicht nur mehr Informationen auf den Ergebnisseiten anzeigen, sondern sie mit Transaktionen verknüpfen. Die Serps (Search Engine Results Pages) haben sich in atemberaubender Weise verändert und geben dem User heute deutlich mehr Informationen an die Hand, die über die einfache Darstellung der Suchergebnisse hinausgehen.
Suchergebnisse werden kombiniert
Google verknüpft immer mehr Services miteinander. Bilder und Videos sowie Landkartenergebnisse werden gemeinsam angezeigt. Einzelne Informationen, die Google als relevant einstuft (wie etwa die Kontaktdaten mit Telefonnummer), tauchen im Kontext einer Suchanfrage auf. Doch auch abseits von Marktführer gibt es Trends, die die Optimierung der Web-Angebote beeinflussen: Die Suchmaschinen werden zunehmend von mobilen Endgeräten angesteuert und Suchergebnisse werden häufiger in Preisvergleichportalen sowie auf sozialen Plattformen wie Facebook und Mr. Wong sowie bei Google Products präsentiert. Selbst Google Street View und Microsofts Virtual Earth zeigen die Ergebnislisten an. Mit Googles Engagement im TV-Markt steht zu erwarten, dass Anwender künftig via Fernsehen nach Informationen suchen werden.
Die Bedeutung von Backlinks wird geringer
Wohin die Trends in der Suchmaschinenoptimierung gehen und was die Google-Updates für die deutsche Onlinelandschaft bedeuten, fasste treffend Philipp Stülpnagel von der Agentur Sumo zusammen. In den letzten Jahren bis 2010 war die Bedeutung von Backlinks für das Ranking einer Website essenziell, weshalb eine Suchmaschinenoptimierung oftmals allein auf das Aufbauen von Backlinks konzentriert war. Während dabei gerne auch auf den von Google nicht zugelassenen Linkkauf zurückgegriffen wurde, erhielten die eigentlichen Website-Inhalte und die klassische Onpage-Optimierung oft zuwenig Aufmerksamkeit im Rahmen einer Optimierung. Nicht der Nutzer stand im Zentrum dieser unseriösen Optimierungsphilosophie, sondern die Suchmaschine selbst.
In der Folge sank die Qualität der Suchergebnisse kontinuierlich, da immer mehr Websites mit dürftigen Inhalten aber starker Verlinkung aus Linkkäufen, Linkfarmen und Linkkatalogen es auf die ersten Plätze bei Google & Co schafften. Das gefällt heute weder den Internetnutzern, die es satt haben, bei ihrer Suche ständig auf fragwürdige Spamseiten zu gelangen, noch Google, das letztlich von der Qualität seiner Ergebnisse lebt.
Google schlägt zurück: Linkabstrafungen...
Jetzt reagiert Google mit einer Reihe von Gegenmaßnahmen und bringt damit das Geschäftsmodell etlicher unseriös agierender Onlineanbieter und SEO-Agenturen ins Wanken. Nachdem die New York Times über die heimlichen Linkkauf-Praktiken beim bedeutenden und in Google exzellent platzierten Onlinehändler JC Penney berichtete ("The Dirty Little Secrets of Search", New York Times, 12.2.2011), wird die Website von Google umgehend abgestraft. Der bis dato führende Onlineshop von JC Penney muss massive Verluste im Ranking hinnehmen, die nach mehreren Analysen bis zu 90% Sichtbarkeitsverlust in den Suchmaschinenergebnissen ausmachen. Dieser Fall wird überwiegend als wichtiges Signal von Google bewertet, das auch für den deutschen Markt Bedeutung hat, auch wenn hierzulande noch keine Abstrafungen aufgrund von Linkkauf bekannt geworden sind.
... Panda-Update für Inhaltsqualität ...
Das unter dem Namen Panda bekannte umfassende Update der Bewertungsalgorithmen ist Googles Versuch, die Qualität der Suchergebnisse anhand einer Inhaltsbewertung zu verbessern. Während in Deutschland die Einführung des Updates in den nächsten Wochen erwartet wird, sind aus den USA und Großbritannien die ersten Analysen und Ergebnisse da:
- Panda belohnt Seiten mit hochwertigen, einzigartigen Inhalten
- Websites mit "schlechten" Inhalten werden mit einer niedrigeren Platzierung abgestraft
- Merkmale für schlechte Inhalte: Wenig Informationstiefe, von anderen Websites kopierte Inhalte, unnützer Content, fehlerhafte, unstrukturierte Texte
- Verlierer: Content-Farmen, News-Aggregatoren, Preisvergleichsmaschinen, Websites ohne inhaltlichen Schwerpunkt
- Die Neubewertung betrifft nach Branchenschätzungen 10-25% aller gerankten Websites
Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die Unternehmen mit eigenen, hart erarbeiteten Inhalten eine Abstrafung fürchten müssen, sondern vorwiegend Websites, deren Geschäftsmodell auf für Suchmaschinen erzeugtem Lowcost-Content basiert. Gute, aussagekräftige Inhalte, die den Leser fesseln und informieren, werden in Zukunft wichtiger denn je. Die Analysen weisen darauf hin, dass gut strukturierte Seiten, auf denen die Leser länger verweilen, ebenso besser bewertet werden, wie Inhalte, die in den sozialen Medien empfohlen und kommentiert wurden.
... und mehr Bedeutung für Social Media
Die steigende Bedeutung von Social Media unterstreicht auch eine Umfrage der US-Experten von Seomoz nach aktuellen Rankingfaktoren: Social Media und Usersignale erhalten gemeinsam mit Markenfaktoren steigende Bedeutung, während die Gewichtung von Links abnimmt. So scheint die wichtige Rolle der Empfehlung, die früher von Links auf eine Website erfüllt wurde, nun zunehmend an die "Facebook Likes", "Google +1" und weitere Likes und Shares überzugehen.
Der Nutzer muss deshalb mehr denn je im Zentrum stehen – Inhalte, die gefallen und empfohlen werden, werden auch bei den Suchmaschinen zukünftig immer besser gelistet. Man sollte echten Mehrwert auf der Website anbieten und diesen über alle verfügbaren Kanäle kommunizieren. Zeit für alle Website-Betreiber also, die eigene Marketing-Strategie kritisch zu prüfen und an die neuen Faktoren im Onlinemarketing anzupassen, um weiterhin erfolgreich bei Suchmaschinen und Besuchern zu sein.




